Visayas (Negros, Siquijor, Bohol) 17. Februar – 6. März 2008
Der Traum
Anfangs 2007 waren wir im Tauchshop, wo ein Flyer für eine Philippinen Tauchreise auflag. Den Preis weis ich nicht mehr, aber es war ein extrem gutes Angebot für 2 Wochen inkl. Flug, soviel ich weis sogar No Limit Tauchen. Philippinen – Puerto Galera. Nach weiteren Forschungen stellte ich leider fest, dass die Lage des Ressorts für nicht Taucher ungeeignet ist. Aber die Idee mit den Philippinen liess uns nicht mehr los. Die Philippinen sind schon lange ein Traum von uns. Genauer gesagt, seit Buchung unserer erster Thailand Reise nach Koh Samui 1998. Damals riet uns das Reisebüro jedoch ab, da 2 – 3 Wochen viel zu kurz für die Philippinen sei. In der tat es ist eine extrem lange Anreise. November 2006 waren wir auf Aruba / Curaçao, der Flug lief über Amsterdam. Mit allen Transfers und Wartezeiten dauerte es ebenfalls stolze 24h! Da war für uns klar, die nächste Reise geht auf die Philippinen. Auf ein paar Stunden mehr kommt es auch nicht mehr an.
Die Vorbereitungen
So früh wie bei dieser Reise waren wir noch nie dran. Wir hatten erst März 2007 und sind schon fest in den Planungen. Nun gut, ich studierte dann das Gebiet etwas genauer, was gar nicht einfach ist da den überblick zu behalten. Die Philippinen bestehen aus über 7000 Inseln, wo soll man da bloss beginnen??? Irgendwann hatten wir ein paar Favoriten, lasen uns durchs Internet und Foren. Dann schrieb ich eine Mail mit all unseren wünschen an Schöner Tauchen. Worauf ich auch umgehend eine Antwort mit vielen tollen Vorschlägen bekam. Frau Marta Lewandowski war unsere Beraterin und gab uns sehr viele nützliche Tipps und war sehr geduldig, all unsere vielen Fragen zu beantworten. An dieser Stelle nochmals ein grosses Lob und Dankeschön für die gute Beratung! Ende März stand unsere Reise bereits fest. Jetzt heisst es 11 lange Monate warten, möglichst viele Infos und Tipps zusammen suchen und vor allem die Vorfreude geniessen! Ihr findet, dass wir extrem früh mit planen und buchen waren? Weiter unten könnt ihr lesen, warum es bei gewissen reisen ratsam ist, so früh wie möglich zu buchen! Die letzten 2 Monate waren die schlimmsten, lange ist es her seit ich das letzte Mal so richtig Ferien hatte. Jetzt wurde ich sehr ungeduldig. Ich wollte einfach nur noch weg, weg in die wärme.
Die Reise
SO 17.2.08 Da wir unser Gepäck bereits am Vorabend eingecheckt hatten, mussten wir erst um 11.25h in Zürich sein. Mit 30 min. Verspätung sind wir dann um 12.45h Richtung Singapore gestartet. Eigentlich wollten wir einen Fensterplatz, die waren aber leider schon alle vergeben. So im Nachhinein muss ich sagen „Zum Glück!“ Ein Gangplatz ist viel besser für einen Langstreckenflug. So können wir jederzeit aufstehen ohne immer eine fremde Person zu stören.
MO 18.2.08 Der Flug verlief sehr ruhig und wir sind gegen 7h in Singapore gelandet. Nach 2h Aufenthalt flogen wir um 9.05h mit Silk Air weiter nach Cebu. Dann endlich gegen 12.45h hatten wir es geschafft, endlich philippinischer Boden unter den Füssen. Dann ein letztes Mal durch die Passkontrolle, Geldwechseln und unseren Chauffeur suchen. Was sich als schwierig herausstellte. Es war keiner zu sehen, aber die Leute waren sehr hilfsbereit und halfen gleich suchen. Irgendwo draussen standen 2 weitere Touris und unser Chauffeur. Da wir anscheinend zu viel Gepäck hatten, musste er zuerst ein grösseres Auto organisieren. Nun ging es los, ich dachte es geht per Schiff weiter. Wir fuhren zwar immer dem Hafen / Küste entlang, sah aber nicht nach Schiff aus. Es war absolut Chaotisch durch Cebu zu fahren. Es gibt hier zwar eine Verkehrsregel, jedoch hält sich niemand daran. Der stärkere und grössere hat hier Vortritt. Dieser Fahrstil ist der absolute Horror, der schlimmste den wir je hatten. Der Fahrer griff immer wieder an seinen Rosenkranz, welcher am Rückspiegel hing. Da die fahrt noch länger dauert, nahm ich eine Tablette gegen Reiseübelkeit, hinzu kamen noch durst und müdigkeit. Zum Glück hielten wir bei einem kleinen Laden, wo wir uns mit Getränken eindecken konnten Die Fahrt geht von Cebu City bis ganz nach unten, nun soll es nur noch 30 Minuten dauern. Nach über 3 Stunden fahrt bogen wir endlich ab, ich sah allerdings keine Tafel mit einem Hotelnamen. Die Gegend hier sah nicht gerade einladend aus. Wir dachten schon „oh nein, nicht hier! Sieht ja schlimm aus!“ Der Grund aber war, dass wir per Schiff weiter mussten, deshalb ist der Fahrer auch so gerast, damit wir das Schiff noch erreichen und die Nacht nicht auf Cebu verbringen müssen. Das ganze hat doch noch was Gutes! Die Fahrt soll noch 45 Minuten dauern, war aber viel kürzer, na mit dem philippinischen Fahrstil kein wunder. Wir hatten das schnellere Schiff erwischt. Nun sind wir also auf der Insel Negros angekommen. Mittlerweile habe ich den überblick verloren wo wir sind und auf welche Insel wir eigentlich müssen. Es stellte sich aber heraus, dass wir jetzt eine letzte Autofahrt zum Resort vor uns hatten. Durch die Stadt Dumaguete herrscht wieder ein totales Chaos. Endlich, um 17h sind wir im Pura Vida Beach Resortangekommen.
Nun hatten wir mit allen Fahrten und Wartezeiten seid zu Hause genau 31h hinter uns. Wahnsinn! Aber es lohnt sich jede Minute! Die Zeitverschiebung beträgt +7h
Dann gab es einen Begrüssungscocktail und wir bezogen unseren Bungalow. Welcher ca. 20 Meter vom Meer entfernt ist. Nummern hat es hier keine, sondern Tier oder Fischnamen. Wir wohnen im Seahorse.
DI 19.2.08 Wir beschlossen, heute mal einen faulen Tag einzulegen. Langsam akklimatisieren und die Gegend hier zu erkunden. Negros ist eine Vulkan Insel, deshalb auch der dunkle Sand. Sieht aber toll aus und einen Vorteil hat’s auch, es blendet nicht so fest. Der Strand hier ist endlos, links und rechts vom Bungalow kann man stundenlang spazieren.
Das schöne hier ist, dass man eigentlich mit den einheimischen wohnt, ihre Häuser sind rund um die Anlage angebaut. Auch am Strand begegnet man ihnen und kommt sehr schnell mit ihnen in Kontakt. Wenn man hier mit dem Fotoapparat rumläuft kann es sehr gut passieren, dass jemand sagt, man soll von ihm ein Foto machen.
Wir wollten einen Ausflug an der Rezeption buchen, die schickte uns aber gleich hoch zu dem Schweizer Ehepaar, welche die Ausflüge organisieren. Sie wohnen etwas weiter oben im Leuchtturm, dort befindet sich auch ein kleiner Laden. Da wir den Tag frei wählen konnten, entschieden wir uns für Samstag, da das Wetter besser werden sollte. Ein Tagesausflug zum Casaroro Wasserfall und am Nachmittag eine 3 stündige Quad fahrt.
MI 20.2.08 Markus hat sich heute für 2 Tauchgänge eingeschrieben. Er war total begeistert was er alles sah, kam aus dem schwärmen nicht mehr raus! Diese Farben, Korallen und so tolle Fische! Unglaublich! Ca 200m rechts von unserem Bungalow hat es einen tollen Schnorchelplatz. Er befindet sich bei dem weissen Haus und ist mit Bojen markiert. Da er unter Naturschutz steht muss man eine kleine Gebühr bezahlen. Aber was man hier beim Schnorcheln sieht ist unglaublich! Das Riff ragt bis 1m unter die Wasseroberfläche, man kann einfach ins Wasser liegen und staunen!
Als wir an der Bar fragten, ob es zurzeit viele Leute hier hat, sagte sie „Oh ja, sehr viele“. Wir machten uns schon mit dem schlimmsten gefasst und rechneten immer mit einem grossen Ansturm. Aber dank dem, das hier fast nur Taucher sind habe ich am Tag den Strand für mich ganz alleine. Diese Ruhe ist einfach herrlich, kein Mensch weit und breit. Es hat zwar nicht viele Leute hier, jedoch ist jeder Bungalow besetzt, aber es hat zum Glück auch nur etwa 23 davon.
Natürlich unterhielten wir uns immer wieder mit anderen Urlaubern über ihren Ferienverlauf. Es ist doch immer spannend wohin es die Leute so verschlägt und so lernt man wieder neue noch unbekannte Inseln und Ziele kennen. Man (Frau) muss doch bereits wieder Pläne für einen nächsten Philippinen Besuch schmieden! ;o)
Ein anderes Pärchen erzählte uns von ihrer Reise. Die mussten ihre Route etwas ungeschickt angehen. Durch die langen Distanzen gehen einfach zu viel kostbare Zeit verloren. Der Grund für diese Zusammenstellung war, da es in einer anderen Reihenfolge nicht mehr möglich war, weil zu der gewünschten Zeit bereits alles ausgebucht war! Deshalb, wartet nicht mit buchen wenn ihr das Ziel und Termin wisst, später könnt ihr nicht mehr so frei wählen.
DO 21.2.08 Heute war ein Tauchausflug auf Apo Island. Dies ist auch für Schnorchler sehr zu empfehlen. Zwischen dem 2. und 3. Tauchgang hat man zudem die Gelegenheit auf die Insel zu gehen. Fotos Apo Island
SA 23.2.08 Heute stand die Inseltour auf dem Programm. Zuerst fuhren wir mit dem Auto durch Valencia, weiter Richtung Casaroro Wasserfall.Hier mussten wir zuerst einen Weg hoch laufen, vorbei an wunderschönen Pflanzen, Schmetterlingen, Palmen, einer Kampfhahn Farm und grossen weniger schönen Spinnen.
Etwas weiter oben führt links ein Weg in den Wald. Hier muss sich jeder in ein Gästebuch eintragen und Eintritt bezahlen, wie viel weis ich nicht, da es bei uns im Preis dabei war. Jetzt kann’s los gehen. Zuerst geht es 277 Stein und 58 Eisenstufen hinunter. Dann führt der Weg über eine Brücke, vorbei an Picknick Plätzen und das immer Aug in Aug mit der schönen Natur. Es ist ratsam genügend Trinkwasser mitzunehmen, hier unten gibt’s ausser der tollen Natur und einem WC nichts! Ganz hinten befindet sich der 70m hohe Casaroro Wasserfall mit natürlichem Pool, in dem man herrlich baden kann.
Nach der Erfrischung hiess es, die Treppenstufen wieder hoch zu steigen.
Wir fuhren weiter ins Forest Camp. Eine wunderschöne Anlage mit vielen Sitzplätzen, alle am Bach oder Schwimmbecken gelegen wo wir unseren Lunch einnahmen.
Jetzt ist Action angesagt! Nachdem wir unsere Quads entgegen nahmen fuhren wir zuerst auf normaler Strasse um ein Fahrgefühl zu bekommen. Aber schon bald ging es auf Schotterstrassen weiter. Durch kurvige, wunderschöne Landschaften, durch Wälder, vorbei an Bananenplantagen hoch hinauf und immer diese tolle Landschaften und herrliche Aussicht aufs Meer. Bevor es dann in die zweite Runde ging, gab es erst mal was gegen den Durst. Diesmal ging es noch höher hinaus. Von oben hatten wir eine herrliche Aussicht auf Cebu und Siquijor. Leider war die Zeit viel zu kurz, es hat allen riesigen Spass gemacht. Dies kann ich allen nur empfehlen. Es ist eine tolle Abwechslung zum Strand und man kommt in eine Gegend, wo man sich sonst nicht verirren würde.
MO 25.2.08 Heute hiess es Inselwechseln, von Negros auf Siquijor.Um 10.30h fuhren wir nach Dumaguete zum Hafen. Unser Fahrer besorgte uns die Tickets für die Fähre, welche sogar mit Sitzplatz Nr. versehen war. Nach knapp 1h erreichten wir Siquijor. Wo auch schon jemand mit einer Tafel mit unseren Namen auf uns wartete. Als ich dies fotografieren wollte kam eine Philippinerin angerannt und rief „Daniela!“ Zuerst dachte ich, kenn ich die? Dann mussten wir lachen und ab ins Hotel.Siquijor hat 90 – 95000 EW. Hier ist alles ganz anders. Weisser Sand, helleres Meer, die Leute sind ganz anders und das Klima ist tropischer. Kaum waren wir im Coco Grove Beach Resort sprachen uns alle mit unserem Namen an. Zuerst dachten wir, die haben das irgendwo notiert. Aber man kann ihnen überall und zu jeder zeit begegnen, die wissen immer die Namen! Unglaublich!
Siquijor wird als Hexen Insel genannt, es soll hier auch Geistheiler und Woodoo geben, einige Philippiner haben sogar Angst vor dieser Insel. Das Coco Grove ist wahrlich etwas mystisch und düster, aber dennoch eine schöne grosszügige Anlage. Unser Zimmer war allerdings etwas zu dunkel, da davor lauter Bäume und Büsche waren, kam fast kein Tageslicht rein. Aber wer verbringt den Tag schon im Zimmer!?
Hier ist es noch viel schöner zum Schnorcheln, weil sich das Riff fast in die ganze Strandlänge zieht. Auch hier gilt, reinlegen und staunen! Beim Schnorcheln haben wir eine Wasserschlange beobachtet, etliche Seesterne, einen kleinen Feuerfisch, Muräne….
DO 28.2.08 Heute geht’s auf Inselerkundung! Unser Fahrer Miming wartet bereits mit seinem Jeepney auf uns. Vorbei an Reisfelder, Bananenbäumen, dann machten wir halt beim ältesten Baum der Insel. Den Balete Tree, er ist 400 Jahre alt und hat einen Durchmesser von .. Meter.
Weiter nach Lazi, die 1884 erbaute St. Isidore Labrador Church, gegenüber befindet sich das 1884 erbaute Lazi Konvent, er soll der grösste und älteste des Landes sein.Hier schauten wir uns einwenig um, entdeckten eine Schulklasse, als die Kinder den Fotoapparat sahen, drehten sich natürlich alle um und als ich fragte ob ich ein Foto machen darf war es schon zu spät. Die Kinder sprangen alle auf und setzten sich vor uns auf den Boden für ein Klassenfoto!
Die fahrt ging weiter zum Cambugahay Wasserfall. Von der Strasse aus nicht zu sehen, eine Treppe befindet sich versteckt im Wald und führt direkt zu den 3 Becken. Die 3 Wasserfälle sind nicht sehr hoch aber wunderschön, ganz klares Wasser.
Nach diesem tollen Wasserfall führte uns die Reise an einen wunderschönen einsamen Strand, den Salagdoong Beach. Schneeweisser Sand und Glasklares Wasser.
Wir wollten nicht in die Städte fahren, sondern lieber einwenig von der schönen Natur sehen. So fuhren wir auf den 557m hohe Mount Bandilaan. Hier noch ein kleines Stück hoch laufen und wir hatten eine herrliche Aussicht auf die Siquijor und die anderen Inseln, Cebu, Negros, Bohol, Mindanao, Apo Island..
Nächster halt war das Städtchen Larena mit Bankomat. Der hoffentlich auch noch Geld ausspuckt. Das ist hier immer eine Lotterie, gibt’s Geld, akzeptiert er überhaupt meine Karte? Diesmal hatten wir wieder Glück und er spuckte was aus! Unser Tipp, wartet nicht bis das Geld fast zu ende ist, denn dann kann es sehr stressig und nervig werden, bis ihr an Geld kommt!
In diesem Städtchen waren wir vermutlich die einzigen Touristen. Es ist richtig schön ohne Touris. Mit Geschäften von und für die Einheimischen und nicht Souvenirstand an Souvenirstand, ein Städtchen so zu sehen wie es wirklich ist.
SA 1.3. Heute wollten wir mal auswärts Essen. Mit einem Deutschen Pärchen machten wir ab ins Hollyette`s zu gehen. Holly bietet einen tollen Service an, er holt und bringt die Leute ins Hotel. Ein Anruf genügt! Wir hatten irgendwann mal keine Lust mehr auf die Hotel Speisekarte und wollten vor allem auch mal was anderes sehen. Das Holly können wir allen weiter empfehlen, eine Super Küche und sehr gemütliches Lokal!
SO 2.3. Bereits um 7h mussten wir bereit sein, es geht weiter nach Bohol.Da man im Coco Grove Beach immer 45 min für das Frühstück rechnen muss, waren wir heute bereits vor 6h da. Wäre ja genug zeit! Aber nicht, wenn das Frühstück erst 50 min später kommt und wir dann für den Rest nur noch 15 min haben. Oh jeh, war das ein Stress und das so früh am Morgen! Aber Ronald und seine Crew von der Tauchbasis hatten Verständnis dafür und gingen es locker an.
Auf der überfahrt gab es noch 2 Tauchgänge, beim zweiten näherte sich ein kleines Boot, eine Frau stieg auf unser Boot „looking, looking“ und wollte uns Souvenirs verkaufen! Jetzt hatten wir 2 Wochen ruhe von so aufdringlichen Verkäufern, anscheinend müssen wir uns zuerst wieder an die Zivilisation gewöhnen! Nach 5h auf See inkl. 2 Tauchgängen hatten wir unser letztes Reiseziel Bohol erreicht. Fotos überfahrt nach Bohol.
Unser erster Eindruck von der Alona war „Chaotisch“. Der Strand ist zwar schneeweiss und ganz fein, jedoch viel zu viele Boote vor der Küste es reizt mich gar nicht hier zu Baden, nachdem ich die letzten 2 Woche einen fast Menschenleeren Strand hatte. Das tolle hier ist, dass es verschiedene Lokale gibt und ein paar kleine Läden, was aber auch viele Touris mit sich bringt! Das Zimmer des Alona Vida sind hell und gross. Jedoch möchte ich hier keine Woche bleiben, 3 Nächte sind genug.
DI 4.3.08 Um 9h wurden wir von unserem Privat Taxifahrer zur Inseltour abgeholt. Die Leute sind hier ungewöhnlich pünktlich, immer 10 Minuten vor der zeit. Normalerweise muss man immer warten. Wir fuhren los, über die Brücke auf die Insel Bohol
Erster halt beim berühmten Blood Compact Denkmal. Es ist die Darstellung des Blutpaktes der am 16. März 1565 zwischen dem Spanier Miguel Lopez de Legazpi und dem Filipino Sikatuna geschlossen wurde. Das Eintreffen der Spanier hat die Philippinen unauslöschlich geprägt. Nicht nur, dass alle philippinischen Dialekte viele spanische Wörter enthalten, sondern vor allem durch die Überbringung des katholischen Glaubens.
Kaum setzt man einen Fuss aus dem Auto sind auch schon die Verkäufer zur Stelle und möchten einem Perlen und Souvenirs verkaufen.
Weiter geht’s nach Baclayon. Hier steht die älteste Steinkirche der Philippinen. Baclayon Church wurde im Jahre 1595 von spanischen Jesuitenpadres erbaut.
Nächstes Ziel waren die Tarsier. Leider werden die vom aussterben bedrohten, nur Handtellergrossen Affenwinzlinge noch immer illegal gefangen und als Haustiere verkauft.
Anschliessend machten wir eine leider viel zu kurze fahrt auf dem Loboc River, was auch immer sehr speziell ist.
Bevor die Tour weiter gehen konnte, mussten wir noch schnell bei einem 4 Monate alten Baby Äffchen vorbei schauen. Kaum drinnen hatte ich das Äffchen auch schon in meinen Armen und es bekam seine Schoppenflasche.
Als nächstes stehen die Chocolate Hills auf dem Programm. Über die Chocolate Hills gibt es verschiedene Geschichten. Eine Legende sagt, dass der Riese Arogo bitterlich weinte, als seine grosse Liebe Aloya starb. Seine Tränen erstarrten zu jenen Hügeln. Es sind exakt 1268 Kuppen, welche sich aus vor der Urzeit noch unter Wasser stehenden Ebene im Zentrum Bohols erheben. Die meisten Hügel sind um die 40m hoch, die grössten sogar bis 120m. Die Aussichtsplattform ist in 200 Stufen erreichbar und bietet einen tollen hügeligen Ausblick. Zur Trockenzeit sind sie braun (Dezember bis April), dieses Jahr spielte das Wetter etwas verrückt, deshalb waren sie jetzt im März auch bereits grün.
Auf der Rückfahrt fuhren wir noch in ein grosses Einkaufszenter in der Hauptstadt Tagbilaran. Hier deckten wir uns noch mit günstigem Rum ein. Eine Flasche kostet hier 51 Peso ( 35 Peso = 1 SFR), an der Alona bekommt man ihn zwischen 70 – 100 Peso.
Wir schauten dem ganzen noch einwenig zu. Ihre Scannerkassen machten ein Geräusch wie in einem Computer Spiel, in welchen geschossen wird. :o) Auf einmal war totenstille! Keiner bewegte sich oder sprach etwas. Wir schauten uns fragend an, was nun los ist und trauten uns kaum zu bewegen. Da sprach eine Stimme über Lautsprecher etwas von Jesus und Gott. Dann war es zu ende und es ging weiter zu und her, als sei nichts gewesen. Unser Fahrer erklärte uns dann, dass immer um 15 Uhr ein Gebet gesprochen wird.
MI 5.3.08 Heute heisst es Zelt abbrechen und zurück in die Schweiz kehren! :o( Um 5h war tagwache, da wir um 6h abgeholt wurden, um die erste Schnellfähre von Tagbilaran nach Cebu zu erreichen. Hier sind strenge Kontrollen, alle Gepäckstücke werden zuerst immer durchleuchtet. Diesmal wurde das Gepäck sogar noch gewogen, was über 20kg ist muss mit Übergepäck bezahlt werden! Die Überfahrt dauerte 3h und war wirklich sehr kalt! Unbedingt eine Jacke mitnehmen! In Cebu angekommen wurden wir wieder abgeholt und der Fahrer sagte uns, dass wir jetzt ins Büro fahren. Welches Büro? Wir wollen doch zum Flugplatz! OK, es ist ja noch viel Zeit. Somit fuhren wir also ins Büro der Sea Exlorers, welche auch für alle Transfers zuständig waren. Hier wurden wir gefragt ob alles geklappt hat und ob wir zufrieden waren. Wir müssen schon sagen, die ganze Organisation ist einfach TOP! Es hat alles bestens geklappt, alles wird auf einer Tafel festgehalten (Zeiten, Flugnummern…). Wirklich sehr vorbildlich, so was haben wir bis jetzt noch nie erlebt, am Schluss einer Reise im Büro vorbei zu gehen. Sonst ist es doch immer so, dass man eine Reise bucht, bezahlt und danach interessiert es niemanden mehr gross. Also jederzeit wieder über Schöner Tauchen buchen und mit Sea Exloprers reisen!
Am späten Nachmittag ging unser Flug von Cebu nach Singapore. Als sie unseren Flieger zur Rollbahn zogen, sahen wir wie die Mitarbeiter draussen alle schön in einer reihe standen und den Piloten zuwinken, sah wirklich nett aus! Nach ca. 3,5h sind wir in Singapore gelandet, wo wir dann 6h Aufenthalt hatten. Von einem Forum wusste ich, dass es im Flugplatz ein Schwimmbad gibt. Dieses suchten wir dann und fanden es irgendwo in diesem riesigen Flugplatz zuoberst unter freiem Himmel.
DO 6.3.08 Kurz nach 1 Uhr Nachts hiess es nochmals 13h zu fliegen! Es verlief alles sehr gut und dank dem tollen Bord Programm verlief die Zeit wie im Fluge!
Gegen 7h hatten wir dann wieder heimischen und festen Boden unter den Füssen. Bei -5 Grad wurden wir schnell wieder richtig wach und brutal in die Realität zurück geholt!
Somit endete eine wunderschöne leider viel zu kurze Reise. Einer unserer Träume wurde zwar erfüllt, gleichzeitig aber auch ein neuer Sucht Virus ausgelöst! ;o)
Seitdem wir im Hotel abgeholt wurden, bis wir wieder in unserer Wohnung ankamen sind stolze 34h vergangen! Wovon sich jede Minute gelohnt hat, es ist eine Tortur, welche wir aber sofort wieder auf uns nehmen würden!